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Kunstaktionen

Gemeinsam mit einer befreundeten Künstlerin entstehen kollaborative Happenings im öffentlichen Raum. Es sind partizipative Kunstaktionen, die tradierte Rituale, Glaubenssätze und Alltagsobjekte aufgreifen und neu kontextualisieren. An der Schnittstelle zwischen Behauptung, Ernsthaftigkeit und subtilem Humor fordern sie Sehgewohnheiten heraus.

2024: Das Komitee für Vergebung

(Ein Projekt von Karen Gäbler & Hanna Weißgerber)

Drei parallele, rituelle Versuchsanordnungen in einem Raum:

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Der Ablasshandel: Ein bürokratisch-kafkaesker Akt am Schreibmaschinentisch. Gegen einen frei gewählten Ablassbetrag wurden offizielle Vergebungsdokumente für eigene oder fremde Missetaten ausgestellt und besiegelt – ein rituelles Tauschgeschäft für den Seelenfrieden.

Das Sündometer: Eine anonyme Wahlkabine, in der Besucher die Anhaftung ihrer sieben Todsünden per Münzeinwurf gewichteten. Fallende Münzen erzeugten je nach Sünde unterschiedliche Glöckchentöne und dienten der soziologischen Auswertung des Stadtviertels. Diagramm 1 zeigt die relative Verteilung der Sünden nach Anzahl der Personen (Zahl der Münzen). Diagramm 2 die Sündenlast (Münzwert im Verhältnis zur Sünderzahl).

Der Amulett- und Reliquienverkauf: Ein Sortiment zeitgemäßer Schutzreliquien, darunter das Nepomuk-Amulett. Bestückt mit zertifizierten Original-Betonbröckchen der eingestürzten Dresdner Carolabrücke hinterfragte es kollektives Vertrauen und moderne Infrastruktur.

Beichte

2021: Die mobile Apotheke

(Ein Projekt von Karen Gäbler & Hanna Weißgerber und Lydia Weißgerber)

Ein Projekt in Krisenzeiten, das handgefertigte Schutzamulette und literarische Beipackzettel anbot – ein Spiel mit Trost, (Aber-)Glaube und der Sehnsucht nach Wirkung.

© 2025 Karen Gäbler.

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